Prokrastination, die...

Neigung (wichtige) Dinge aufzuschieben. Diese Form des extremen Vertagens ist unter Studis ähnlich verbreitet wie der Konsum von Mategetränken oder das Tragen von Hipster-Hornbrillen.

Prokrastination (lat. procastinare “vertagen”) wird als Arbeitsstörung definiert. Dass dieses Phänomen im Unialltag so verbreitet ist, lässt sich wie folgt erklären: Studierende erfahren meist keine direkten, negativen Konsequenzen durch ihr Nichts-TunNichts-Tun im Sinne von Nicht-Lernen, Nicht-Nacharbeiten, Nicht-Lesen, Nicht-Schreiben,etc.. Bemerkt wird ihr Verhalten deshalb oft erst spät.

MORGEN, MORGEN NUR NICHT HEUTE...

Besser Kühlschrank auswischen, Bücher nach Farben sortieren oder zum fünften Mal in der Stunde Instagram checken, statt sich an die Hausarbeit oder den Lernstoff zu setzen - was zunächst zum Schmunzeln klingt, lässt Betroffene sehr unter diesem Aufschieben leiden und führt dazu, dass sie sich schnell hilflos fühlen.

Doch aufgepasst! Es gibt einen Lichtblick: Forschungsergebnisse zeigen, dass Prokrastinieren erlernt wurde. Somit kann es Umkehrschluss auch wieder verlernt werden.

PROKRASTINATION IST KOSMOPOLITIN

Studien nach wird weltweit prokrastiniert. Zwanzig Prozent aller Menschen schieben Dinge auf. Was als Prokrastination empfunden wird, ist von Kulturkreis zu Kulturkreis verschieden. So nehmem spanische Prokrastinierer*innen, die mit der Lebenseinstellung Mañana, mañana – morgen, morgen ... aufgewachsen sind, ihr Vermeidungsverhalten später als belastend wahr als Menschen anderer soziokultureller Prägung. Trotzdem gilt als Faustregel kulturübergreifend: Sobald subjektiver Leidensdruck besteht, wird von Prokrastination gesprochen.

ANFANGEN ALS ANFANG

“Ja, aber...” - Sätze sind in den meisten Fällen erste Anzeichen für Prokrastination. Spätestens an dieser Stelle sollte man also hellhörig werden und das eigene (Aufschiebe-)Verhalten reflektieren. Für alle, denen das Anfangen danach noch immer schwerfällt, gibt es einfache Tipps, die Prokrastination den Garaus machen.