Studyhacks: Pause machen, will gelernt sein

Lernen ist wie Sport: Für nachhaltigen Erfolg sind regelmäßige Pausen genauso wichtig wie intensive Arbeitsphasen. Wer Lernpausen optimal nutzt, bringt die grauen Zellen in Schwung und ist langfristig produktiver.

PAUSE ≠ PAUSE

Die Frage ist nicht ob, sondern wie du Pause machst. Denn nur wer eine Lernunterbrechung richtig nutzt, kann anschließend wieder mit frischen Energiereserven durchstarten. Eine Pause soll eine Auszeit sein, in der du dich erholst und deinem Kopf die Ruhe gönnst, die er braucht. Wenn du in dieser Zeit anfängst die Küche zu putzen, wichtige Anrufe tätigst oder Unterlagen sortierst, bringt eine Pause gar nichts, da sie ihren Zweck verfehlt. Dann gehen dir Konzentration und Produktivität auf Dauer verloren und dein Lernerfolg ist gleich null.

KOPF AUS, PAUSE AN

Die richtige Pause beginnt im Kopf und um deinen grauen Zellen die notwendige Erholung zu gönnen, gilt es einmal richtig abzuschalten.

1. Rauf aufs Blatt, raus dem Kopf
Schreibe kurz vor der Pause alle Gedanken auf, um sie aus deinem Kopf zu verbannen und nicht weiter zu grübeln.

2. Belohn dich
Belohne dich in der Pause mit Dingen, die dir Spaß machen- wie einer bestimmten Tätigkeit oder einem leckeren Snack. Plane die Pausenbeschäftigung ein, auf die du dich freuen und motiviert hinarbeiten kannst.

3. Sei lieb zu deinem Kopf
In der Pause nach dem Smartphone greifen oder Fernsehen schauen sind berechtigte Belohnungen. Doch zu viel digitaler Konsum kann zu Reizüberflutung führen und mental belasten. Für maximale Erholung reduziere andere inhaltliche Einflüsse auf ein Minimum.

4. Geh mit dir selbst Gassi
Wechsel in der Pause den Ort, um den Lernstoff mental noch besser loszulassen. Eine räumliche Trennung sorgt dafür, dass du nicht die ganze Zeit ans Lernen denkst und dein Kopf frei ist.

STELLUNGSWECHSEL

Stundenlanges Brüten über den Lernutensilien lässt deinen Körper ermüden. Um geistig fit zu bleiben, braucht nicht nur dein Kopf, sondern auch dein Körper Abwechslung.

1. Bewegung
Beim langen Sitzen verspannen sich deine Muskeln, die Folgen sind Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, gepaart mit schwindender Motivation bis schlechter Laune. Steh in deinen Pausen auf und bewege dich um deine Muskeln zu lockern.

2. Sauerstoff
Lüfte regelmäßig, denn dein Gehirn braucht Sauerstoff um Höchstleistungen zu liefern. In den Pausen an deinem Lernort das Fenster öffne oder selbst kurz vor die Tür gehen, kann Wunder wirken.

3. Flüssigkeit
Viiiiel trinken! Denn Flüssigkeit ist wichtig, auch zum Lernen.

4. Entspannung
Entlaste deine Augen. Mehrere Stunden auf den Laptop oder deine Bücher zu starren, strengt an und ist ermüdend. Um deinem Sehnerv etwas Abwechslung zu gönnen, kann es helfen, die Augen eine Weile zu schließen oder deinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

ABSCHALTEN LEICHT GEMACHT

Wenn es dir Probleme bereitet dich auf Anhieb zu entspannen und den Lernstoff in der Pause loszulassen, kannst du dir ganz leicht Hilfe holen. Kostenlose Apps wie „Headspace“, „Calm“ oder „Stop, Breathe & Think“ bieten kurze, angeleitete Meditationsübungen die deinen Kopf auf andere Gedanken bringen.