Studyhacks: Warum handschriftliche Notizen deinen Lernerfolg steigern

Gehörst du auch zu der Gruppe von Menschen, die Stift und Papier als Lernutensilien für old-fashioned halten? Für alle Digital Natives und Tastaturverliebten haben wir hier ein paar erhellende News.

Wer seine Mitschriften per Hand anfertigt, spart beim Lernen wertvolle Zeit. Das ist nicht etwa eine kühne Behauptung der Pen & Paper-Fraktion, sondern wissenschaftlich belegt.

Wie lernst du besser? Tastatur vs. Stift
Die amerikanischen Forscher Mueller & Oppenheimer gingen in ihrer Studie “The pen is mightier than the keyboard” genau dieser Fragestellung nach. Ein zentrales Ergebnis ihrer Forschungsarbeit: Wer Lernmitschriften digital erfasst, kann zwar insgesamt auf mehr eingetippten Stoff blicken, die gesammelten Informationen jedoch schlechter in den Kontext einordnen und anwenden. Klares 1:0 für den Stift!

Von der Hand direkt ins Gedächtnis
Doch warum können Stiftschwinger das Geschriebene nun besser verknüpfen? Auch darauf weiß die Studie der beiden Amerikaner eine Antwort. Handschreiben regt das Gehirn an, sich intensiver mit den festgehaltenen Inhalten zu beschäftigen. Der Kopf muss mitdenken, Informationen selektieren und ordnen, um sie in eigenen Worten zusammenzufassen. Darüber hinaus werden beim Handschreiben Motorik, Haptik und Wahrnehmung verknüpft. Gleitet die Hand über das Papier, umschließen die Finger das Schreibgerät nehmen wir Schreiben sogar mit unseren Sinnen wahr. Ein Blick ins Gehirn verrät: Schreiben hinterlässt durch diese Verknüpfung eine motorische Erinnerung und erleichtert uns so den Lernprozess.

Verstehen braucht Zeit
Prokrastinations-Künstler mögen jetzt geschickt argumentieren: ”Tippen geht einfach viel schneller!” Jap, ist richtig - aber die gewonnene Zeit hängst du später wieder dran. Denn handschriftliche Notizen helfen längerfristig beim Lernen für Prüfungen, da auch über größere Zeiträume hinweg Informationen aus per Hand verfassten Mitschriften schneller abgerufen werden können.

Studyhack-resistent?
Wer trotzdem nicht nicht auf Notebook, Handy oder PC verzichten will, sollte den Lernstoff zumindest in eigenen Worten zusammenfassen, statt wortwörtlich mitzutippen. Gilt natürlich auch für vorab bereitgestellte Folien oder Vorträge, ihr Füchse ;)

Unser Fazit
Smartphone, Notebook und Co. können selbstverständlich sehr hilfreich sein. Doch es gilt abzuwägen, welche Medien in welchem Kontext sinnvoll sind. Also greif doch mal wieder ganz altmodisch zu Stift und Papier und strenge deine grauen Zellen an. Die nächste Prüfung wird es dir vielleicht danken.