Irgendwas mit Wirtschaft studieren - Aber muss es es immer BWL sein?

Du hast Lust auf ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, aber Massenstudiengang und Mainstream sind nicht so deins? Dann schwimm doch einfach gegen den Strom. Wir hätten da 11 wirklich spannende Alternativen für dich.

Um Herauszufinden, welche Studiengänge als Alternative zur klassischen und puren BWL in Frage kommen, haben wir uns für dich an unsere Studiengangsuch- und-finde-Maschine gesetzt und uns fröhlich durch die Welt der Studiengänge Sachsen-Anhalts geklickt. Das Ergebnis: elf echte und spannende Alternativen zum reinen Betriebswirtschaftsstudium.

Damit du den Überblick behältst, findest du die elf Studiengänge aufgeteilt in drei Kategorien. Die erste Kategorie zeigt dir die Studiengänge, die sich auf einen bestimmten Wirtschaftssektor spezialisiert haben und dich zu echten Experten in diesem Feld ausbilden. In der zweiten Kategorie findest du Angebote, die es ermöglichen, Wirtschafts- und Technikinteresse geschickt zu verknüpfen. Wenn du Wirtschaft aus ganz anderen Perspektiven betrachten möchtest, die dennoch enorm wichtig sind, solltest du einen Blick in die dritte Kategorie wagen.

I. Studier dich unverzichtbar: Spezialisier dich!

Immobilienwirtschaft
Im Studium der Immobilienwirtschaft dreht sich erwartungsgemäß alles um Immobilien. Hier lernst du, wie sich alle Arten von Immobilien von der kleinen Hütte von nebenan bis zum Großbauprojekt wie Centern erfolgreich bewirtschaften und vermarkten lassen oder wie du eigene Bauprojekte entwickelst, steuerst und vermarktest. Dafür vermittelt dir das Studium das nötige Wissen und Handwerkszeug: betriebs- und volkwirtschaftliche, sowie bautechnische und rechtliche Kenntnisse und Fähigkeiten.

Findest du spannend? Dann schau dir den Studiengang genauer an: Immobilienwirtschaft an der Hochschule Anhalt studieren.

Facility Management
Nein, mit einem akademischen Abschluss in Hausmeisterei hat Facility Management nichts zu tun. Obwohl - vielleicht ein wenig - denn ebenso vielfältig wie die Aufgaben eines Hausmeisters, sind die Studieninhalte der Studierenden des Facility Managements. Hier treffen Lehrinhalte aus Architektur, Betriebswirtschaftslehre, Technik, Immobilienwirtschaft und Geoinfomation aufeinander: Facility Management ist vielseitig. In den letzten Jahren hat sich dieser Bereich erfolgreich als interdisziplinäre Managementdisziplin etabliert. So übernimmst du als Absolvent*inFacilty Management ist ungemein vielfältig. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung gibt einen Einblick in den Berufsalltag. anspruchsvolle Führungsaufgaben in Unternehmen, bei Investoren und Betreibern oder in Facility-Service-Unternehmen.

Lust auf diesen abwechslungsreichen und spannenden Studiengang? Dann schau auf den Seiten der Hochschule Anhalt vorbei.

Dienstleistungsmanagement
Moderne Volkswirtschaften treibt ein gemeinsamer Motor: der Dienstleistungssektor. Ein Studium des Dienstleistungsmanagements macht dich damit zum Antrieb dieses Motors und qualifiziert für Managementaufgaben in Dienstleistungsunternehmen. Die Bandbreite der Tätigkeitsfelder ist groß: Eventmanagement, Marketing, Unternehmens- und Personalberatung oder Projektmanagement. Übrigens - diesen Studiengang ist in Deutschland einmalig!

Wenn du testen möchtest, ob Dienstleistungsmanagement zu dir passt, klick dich durch den Selbsttest. Alle weiteren Infos zum Studiengang hat die Hochschule Harz für dich zusammengestellt.

International Tourism Studies
Die aktive Unterstützung des Managements von internationalen Unternehmen in der Tourismusbranche ist das tägliche Brot der Absolvent*innen der International Tourism Studies. Egal ob Lufthansa, Landesmarketing oder Verbände – mit einem Abschluss in International Tourism Studies bist du gefragt in der Tourismuswirtschaft. Die nötigen Fähigkeiten, Kompetenzen und Methodenkenntnisse erlangst du während des Studiums in den Bereichen der Betriebs-und Volkswirtschaft, Tourismuswirtschaft und Sprachen. Und das Highlight: studierst du ITS an der Hochschule Harz, erlangst du, durch die zwei verpflichtenden Semester an einer der Partnerhochschulen im Ausland, einen international anerkannten Doppel-Abschluss von beiden Hochschulen.

Alle weiteren Infos findest du auf den Seiten des Studiengangs der Hochschule Harz.

Verwaltungsökonomie
Beim Begriff Verwaltung galoppiert dir der Amtsschimmel durch den Kopf? Nicht doch! Denn Verwaltungsökonom_Innen haben alles andere als langweilige Aufgaben. In öffentlichen Verwaltungen, kommunalen und staatlichen Dienstleistungs- und Beteiligungsunternehmen ( z.B. Kultureinrichtungen) oder in öffentlich-rechtlichen Körperschaften, wie Industrie- und Handelskammern sind sie verantwortlich für die effiziente Verteilung von Ressourcen auf Basis von ökonomischen und rechtlichen Grundlagen. Das Studium der Verwaltungsökonomie verknüpft deshalb gezielt ökonomisches und juristisches Grundwissen.

Berufswege von ehemaligen Absolvent*innen, findest du, wie auch alle weiterführenden Informationen zum Studiengang , auf den
Seiten der Hochschule Harz.

II. Wirtschaft mit Technikaffinität verbinden – geht das?

Schwerpunkt Wirtschaft: Technische Betriebswirtschaft
Du möchtest Betriebswirtschaft gekonnt mit einer Prise Technik würzen? Dann bist du mit Technischer Betriebswirtschaft möglicherweise am Ende deiner Suche angelangt. Denn als Absolvent*in der Technischen Betriebswirtschaft bildest du im mittleren Management, Marketing oder der Produktion die perfekte Schnittstelle zwischen Technik und Führung. Die im Studium erworbenen technischen Kenntnisse gepaart mit solidem betriebswirtschaftlichem Fachwissen, ermöglichen den Einstieg in einer Vielzahl von Branchen. So ist die Liste zukünftiger Arbeitgeber entsprechend lang: chemische Industrie, Telekommunikations-, IT- und Medientechnikunternehmen, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern.

Wenn du neugierig auf diesen Studiengang bist, erfährst du auf den Seiten der Hochschule Merseburg, alles was du darüber wissen solltest.

Schwerpunkt Technik: Wirtschaftsinformatik
Ob Planung der Unternehmensgewinne oder Kontrolle und Vorhersage der Lagerbestände – viele Funktionsbereiche von Unternehmen basieren auf IT-gestützten Systemen. Als Wirtschaftsinformatiker*in fungierst du als Schnittstelle zwischen Informationstechnologien und der Betriebswirtschaft, indem du Informations- und Kommunikationssysteme entwickelst und einsetzt, um betriebliche Abläufe effizient zu gestalten und zu steuern. Inhaltlich verknüpft das Studium deshalb betriebs- und volkswirtschaftliches mit informationstechnischem Wissen.

In Sachsen-Anhalt kannst du sowohl an der Hochschule Harz, als auch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Wirtschaftsinformatik studieren. Schau’s dir an!

Wirtschaftsingenieurwesen
Wenn du keinen richtigen Interessenschwerpunkt zwischen Wirtschaft und Technik festlegen kannst, sondern sich beides ausgeglichen die Waage hält, passt du mit hoher Wahrscheinlichkeit gut in diesen Studiengang. Denn in nahezu gleichen Anteilen erhältst du während des Studiums eine Ausbildung in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Zudem wird dir, nach Abschluss des Studiums, als Ingenieur an der Nahtstelle von Technik und Wirtschaft, ein breites Berufsfeld eröffnet.

Studieren kannst du Wirtschaftsingenieurwesen in Sachsen-Anhalt an drei Hochschulen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten. An der Otto-von Guericke Universität in den Schwerpunkten Logistik, Maschinenbau oder Elektrotechnik und Informationstechnik, an der Hochschule Merseburg als dualen Studiengang und an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Luisa, studiert an der Hochschule Magdeburg-Stendal Wirtschaftsingenieurwesen und gibt dir einen Einblick in das Studienfach.

III. Die andere Seite der Medaille: wichtige Mitspieler!

Volkswirtschaftslehre
Absolvent*innen der Volkswirtschaft beschäftigen sich - wie auch BWLer - mit der Gesamtwirtschaft, jedoch aus einer etwas anderen Perspektive. Während die Betriebswirtschaft einzelne Unternehmen in den Mittelpunkt rückt, stellt die Volkswirtschaft die Frage danach, inwiefern sich unterschiedliche Maßnahmen des Staates auf die gesamte Volkswirtschaft auswirken – somit eine Betrachtung des Zusammenwirkens aller Marktteilnehmer. Beide Disziplinen sind eng miteinander verknüpft. Dennoch unterscheiden sich beide Studienfächer, z.B. in den sich anschließenden Berufsfeldern. Mit einem abgeschlossenem Studium der Volkswirtschaftslehre finden sich zahlreiche potenzielle Arbeitgeber: Großunternehmen und Banken, öffentlicher Dienst, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften, aber auch Unternehmensberatungen und Marktforschungsinstitute.

Studiengänge der Volkswirtschaftslehre bieten dir die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Angebot.

Wirtschaftsrecht
Für eine funktionierende Wirtschaft braucht es einen verbindlichen rechtlichen Rahmen. Als Wirtschafsrechtler*in bringst du das nötige Fachwissen aus allen wirtschaftsrelevanten Rechtsbereichen mit und setzt es in Führungsaufgaben der Wirtschaft ein. Entweder ganz klassisch in den Berufsfeldern der Betriebswirtschaft oder eher juristisch ausgerichtet in Rechts- und Personalabteilungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften , uvm. Mit einem Abschluss in Wirtschaftsrecht findest du somit ein breites Angebot an möglichen Berufsfeldern.

Willst du mehr über den Studiengang Wirtschaftsrecht erfahren? Dann schau dir die Informationsseiten der Hochschule Anhalt an.

Wirtschaftspsychologie
Um für einen Arbeitsmarkt der Zukunft gewappnet zu sein, der zunehmend nach der Fähigkeit verschiedene Wissensgebiete und Fähigkeiten miteinander zu verbinden fragt, eignen sich interdisziplinäre Studiengänge hervorragend. Ein Paradebeispiel ist die Wirtschaftspsychologie. Dieser junge Studiengang, der erst 1998 an der Hochschule Harz gegründet wurde, verknüpft psychologisches Wissen mit wirtschaftswissenschaftlichen Fächern. So bist du nach deinem Studium bestens ausgebildet, um im Personalbereich, der Markt- und Konsumforschung oder Beratungsunternehmen als Wirtschaftspsycholog*in einzusteigen.

Welche Inhalte dich genau erwarten und welche Voraussetzungen du erfüllen solltest, erfährst du auf den Seiten der Hochschule Harz.