5 Tipps die dir helfen, bessere Entscheidungen zu treffen

Unsere Welt ist zunehmend komplex und hält nahezu unendliche Möglichkeiten für jeden von uns bereit. Doch wie soll man sich da noch entscheiden?

Erst im 20. Jahrhundert entdeckte die Wissenschaft, dass Menschen nicht ausschließlich rational entscheiden. Ausschlaggebend dafür war ein Patient des Neurowissenschaftlers Damasio, der nach einer krankhaften Veränderung im Hirn keine Entscheidungen mehr treffen konnte, weil sein emotionaler Kortex beschädigt war. Er fuhr nicht mehr Tram, da er sich für keine Bahn entscheiden konnte und unterschrieb nicht mehr, weil er es nicht schaffte, zwischen einem blauen und einem schwarzen Kugelschreiber zu wählen. Es fühlte sich für ihn alles gleich nach “Nichts” an.
Diese Geschichte erregte öffentliches Interesse, denn: Wer nicht mehr fühlen kann, der kann auch nicht entscheiden.

BAUCH SAGT ZU KOPF JA, KOPF SAGT ZU BAUCH NEIN UND ZWISCHEN DEN BEIDEN STEH ICH

Doch auf wen gilt nun zu hören? Eines vornweg: Ein Patentrezept gibt es nicht. Viele Entscheidungen treffen wir sogar unterbewusst und - ob du es glaubst oder nicht- zahlreiche Studien belegen, dass Bauchentscheidungen die besseren zu sein scheinen. Trotzdem sollten wir die Ratio nicht ganz aus den Augen verlieren. Wir haben für dich, deinen Bauch, deinen Kopf und Mark Foster ein paar einfache Ratschläge gesammelt, die eventuelles Entscheidungs-Kuddelmuddel in Zukunft entwirren können:

1. Eine Nacht darüber schlafen

Dieser Rat ist old but gold. Bei wichtigen Entscheidungen hilft es, eine Nachtruhe dazwischen zu schieben. Im Schlaf werden oft die besten Entscheidungen getroffen, weil währenddessen unbewusste Denkprozesse stattfinden.
Bestimmte Regionen des Hirns werden nämlich erst mobil, wenn wir nicht aktiv nachdenken.

2. Vertrauten Alternativen den Kampf ansagen

Forscher haben herausgefunden, dass wir bei Entscheidungen dazu neigen, eher vertraute Alternativen zu wählen. Das ist nicht immer gut, da so geeignete aber für uns weniger vertraute Variablen sofort wegfallen.
Schon allein das Wissen über diesen Fakt kann den nächsten Entscheidungsprozess positiv beeinflussen.

3. Die Vogelperspektive einnehmen

Es liegt auf der Hand, dass ein Perspektivwechsel in Entscheidungsprozessen hilfreich sein kann. Also, schwing deine Flügel und schwebe über dich hinaus - oder betrachte dich aus der Sicht deiner Katze. Was würde sie wohl zu deinem Studienwunsch sagen?! Wie verrückt der Blickwechsel auch sein mag - er wird neue Erkenntnisse für dich bereit halten.

4. Entscheiden mit voller Blase

Klingt kurios, wurde aber an der Universität in Twente tatsächlich anhand einer Studie untersucht. Je voller die Blase, desto mehr Probanden entschieden sich bei einem Experiment für weitsichtige Entscheidungen und Vorteile. Der Erklärungsansatz dahinter: Wenn ein dringender Impuls kontrolliert werden kann, dann besitzt man unterbewusst auch Kontrolle über diverse andere.

5. Reue als Räuber sehen

Ups. Das war dann wohl doch eine blöde Entscheidung. Egal. Schwamm drüber! Reue kostet wertvolle Energie und Zeit. Lass dich von diesem Gefühl nicht übermannen und nicht krank machenReue schwächt bewiesenermaßen dein Immunsystem.. Da das nicht immer leicht fällt, hilft ein etwas fieser Trick: Schadenfreude. Kanadische Forscher empfehlen, sich nach Fehlentscheidungen mit Menschen zu vergleichen, die noch schlechter dran sind. Dann geht es einem gleich viel besser.

So, nun steht deiner “richtigsten” Entscheidungen nichts mehr im Weg. Jetzt noch die wohl weiseste Weisheit für dich von uns zum Schluss: Wer nichts macht, macht alles falsch. Triff also besser eine "falsche" Entscheidung als gar keine.

In diesem Sinne: Frohes Entscheiden!