Den perfekten Studiengang finden? Auf welche Details du achten solltest

Die Studienrichtung ist schon klar, doch zwischen den einzelnen Studiengängen zu entscheiden, fällt dir schwer? Dann lohnt es sich näher hinzuschauen. Wir verraten dir auf welche Details es ankommt und wo du sie findest.

ALLER ANFANG IST SCHWER
Die erste Hürde hast du bereits genommen, denn was du studieren möchtest, steht fest. Super, damit ist doch alles klar!?
Leider nicht ganz - denn schnell wirst du feststellen, dass es bei dem großen Angebot an Studiengängen letztlich nicht nur einen gibt, der deinen Interessen entspricht, sondern vielleicht sogar sehr viele, sehr ähnlich klingende Fächer. Doch wie soll man sich zwischen mehreren Studiengängen beispielsweise im Management, Journalismus oder Ingenieurwesen entscheiden? Dein persönliches Traumstudium zu finden heißt, die Studiengänge im Detail zu beleuchten.

HALBZEIT
Zuerst wirf einen Blick auf die Internetseiten der StudiengängeDie Hochschulen haben für ihre Studiengänge eigene Seiten, wo diese genauer vorgestellt werden. Nimm dir Zeit für die Recherche und schau neben den Seiten zum Studienangebot, auch auf denen des jeweiligen Fachbereiches vorbei., die für dich in Frage kommen. Hier findest du neben allgemeinen Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung, Hinweise auf mögliche Vertiefungen und Spezialisierungen im Studium. So kann es sein, dass du als Maschinenbauer später gern in der Raumfahrttechnik arbeiten möchtest - diese Vertiefung aber nur an bestimmen Hochschulen angeboten wird. Zudem werden hier die wichtigsten Besonderheiten der Studiengänge hervorgehoben: Ist das Managementstudium zum Beispiel komplett auf Englisch? Werden im Studium bestimmte Projekte realisiert, auch gemeinsam mit Unternehmen? Oder studiert man eine gewisse Zeit im Ausland? Anhand dieser Informationen kannst du schon wunderbar aussortieren, welche Studiengänge wirklich zu deinen Vorstellungen passen.

ZIELGERADE
Willst du auf Nummer sicher gehen, solltest du jedoch das ModulhandbuchDas Modulhandbuch ist ein mehrseitiges Dokument, das du in der Regel als PDF zum Download auf der Internetseite der jeweiligen Hochschule findest. lesen, augenzwinkernd auch bekannt als die „Bibel“ eines Studierenden. Habe ich damals nicht gemacht, hätte ich aber machen sollen. Im Modulhandbuch werden nämlich alle im Studium enthaltenen Lehrveranstaltungen aufgelistet, inklusive der Angabe, welche Art von Prüfung erbracht werden muss und wie viele Credit PointsCreditpoints sind Leistungspunkte die man für jedes abgeschlossene Modul erhält. Für den Studienabschluss wird eine bestimmte Anzahl an Punkten benötigt. man dafür erhält. Doch das Beste: hier siehst du ganz konkret, welche Inhalte und Themenbereiche dich in welchem Umfang im Studium erwarten. Festgehalten ist dort auch, wie du die Veranstaltung am Ende des Semesters abschließt. Also ob du eine Klausur oder Hausarbeit schreiben oder eine mündliche Prüfung ablegen musst. Willst du zum Beispiel Germanistik oder Philosophie studieren, wirst du wohl um das Schreiben von Hausarbeiten nicht herumkommen. In BWL- oder Technikstudiengängen stehen dafür meist mehr Klausuren auf dem Programm. Diese Kriterien sollten für deine Studienwahl natürlich nicht ausschlaggebend sein, können dir aber zur Orientierung dienen.

FINALE
Als letzten Anlaufpunkt gibt es natürlich noch die Hochschulen selbst und vor allem die Studierenden. Schaue im Webauftritt der Hochschulen nach ErfahrungsberichtenÜbrigens: Viele Hochschulen haben zusätzlich eigene Social-Media Kanäle. Auch dort findest du oftmals Videos und Interviews mit Studierenden und Absolvent_innen, die über ihr Studienfach erzählen. von Studierenden oder Absolventen des Studiengangs deiner Wahl. Diese persönlichen Berichte sind sehr wertvoll, ermöglichen tiefere Einblicke ins Studienfach und können dir eine Vorstellung davon vermitteln, wohin es später mit dem Abschluss geht. Mein letzer Tipp: Entdecke deine potenzielle Hochschule doch einfach persönlich. So kannst du z.B. einen Hochschulinformationstag perfekt nutzen, um über den Campus zu schlendern, die besten Lernecken auszuchecken oder mit zukünftigen Dozent*innen ins Gespräch zu kommen.

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