Dein Weg in die Arbeitswelt 4.0

Hast du eine Vorstellung davon, wie die Arbeitswelt von heute – und auch von morgen – aussieht? Weißt du, welche notwendigen Kompetenzen dir an der Hochschule vermittelt werden können? Und in welchen Bereichen vielleicht auch etwas Eigeninitiative gefragt ist?

Wichtig ist: Die Arbeitswelt hat sich grundlegend gewandelt – und wird sich auch weiterhin radikal verändern, und zwar in allen Bereichen. Das Stichwort, dem du in diesem Zusammenhang immer wieder begegnen wirst, lautet „Arbeitswelt 4.0“: Die Digitalisierung hat heute schon Einfluss auf weite Teile des täglichen Lebens und verändert, wie wir die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmern, die Organisation von Unternehmen und die Produktion und der Vertrieb von Waren und Dienstleistungen gestalten. Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Unternehmen international handeln und Informationen unmittelbar und weltweit zugreifbar sind.

Diese Entwicklungen bieten zahlreiche Möglichkeiten, auf eine ganz neue Weise – nämlich produktiver, vernetzter, flexibler und internationaler – zu arbeiten, üben aber auch einen hohen Druck aus, da sich die Arbeitswelt immer wieder neu anpassen muss.

WELCHE ANFORDERUNGEN STELLT DIE ARBEITSWELT IN ZUKUNFT?

Durch die Digitalisierung entwickeln sich ganz neue Tätigkeitsprofile und Berufsbilder. Denn während Routinearbeiten zunehmend digitalisiert werden, entstehen immer mehr komplexe Tätigkeiten, für die akademische Kompetenzen notwendig sind. Auch die ursprünglich technikfernen Berufsfelder – zum Beispiel der Journalismus oder der Bildungsbereich – sind von dieser Entwicklung betroffen.
Diese digitalisierte, globalisierte Arbeitsumgebung bedeutet gleichzeitig, dass sich die Gesellschaft und ihre Werte wandeln: Vielen Menschen wird ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben immer wichtiger („Work-Life-Balance“), sie möchten sich persönlich weiterentwickeln und wünschen sich Arbeitsformen, die sich nach ihren individuellen Bedürfnissen richten – etwa in Form von zeitlich und örtlich flexiblem Arbeiten, zum Beispiel im Homeoffice. In Zukunft wird sich die Arbeitswelt vermutlich stärker auf die Wünsche der Arbeitnehmer einstellen, und nicht umgekehrt.

WELCHE QUALIFIKATIONEN MUSS EINE HOCHSCHULE VERMITTELN?

Zunächst einmal: Die Bildungsziele, die Hochschulen bisher verfolgt haben, bleiben wichtig – nach wie vor brauchst du Fachwissen, musst später Theorien und wissenschaftliche Methoden deines Fachbereichs anwenden können. Gleichzeitig gilt aber auch: Hochschulabsolventen brauchen immer mehr anwendungsorientiertes Wissen und überfachliche Kompetenzen. Denn in der zukünftigen Arbeitswelt sollten Arbeitnehmer fähig sein, kritisch zu hinterfragen und eigenverantwortlich sowie kooperativ zu handeln. Sie sollten sich immer wieder neues Wissen aneignen können, mit komplexen, disziplinübergreifenden Aufgabenstellungen umgehen und die digitalen Anforderungen in ihrem Berufsfeld erfüllen können. Außerdem sind auch Offenheit und Anpassungsfähigkeit gefragt – notwendig machen das zum Beispiel die zunehmende Internationalität in Unternehmen oder Arbeitskonzepte wie die der „Digital Nomads“, die ohne festen Arbeitsplatz und normalerweise auch zeitlich flexibel arbeiten.

Wie genau sich die Arbeitswelt in Zukunft noch entwickeln wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Dass sich Studierende aber auf eine digitalisierte, technisierte Arbeitswelt einstellen müssen, steht fest. Deshalb ist es wichtig, dass du dich schon im Studium darauf konzentrierst, dich in deiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln und dich mit Entwicklungsprozessen der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Dabei unterstützen dich unsere Hochschulen mit moderner Ausstattung, kompetenter Betreuung und einer Vielzahl internationaler Kontakte und Praxispartner. Je stärker du selbst – als Teil einer jungen, technikaffinen Generation – digitale Kompetenzen mitbringst, desto stärker wirst du auch die Arbeitswelt in diese Richtung mitprägen.